Diakonie Geringswalde
Diakonie-Sozialdienst GmbH – Ihr Partner in Geringswalde, Penig und Rochlitz.

5 Jahre „Herberge zur Heimat”


Als vor nunmehr 5 Jahren die ersten Mieter in das neu erbaute Gebäude einzogen, ahnte man nichts mehr von der Geschichtsträchtigkeit des Ortes: Am selben Standort wurde bereits 1896 durch eine städtische Stiftung eine Herberge zur Unterbringung von Wanderarbeitern und Handwerksgesellen errichtet, deren Betrieb der Inneren Mission der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens übertragen wurde. Die „Herberge zur Heimat“ war für viele Vereine der Stadt auch Treff- und Versammlungspunkt, da es hier auch Bewirtung und Vereinszimmer gab. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut und diente ab den 1930-er Jahren und im Verlaufe des 2. Weltkrieges als Unterkunft für alte und hilfsbedürftige Menschen. Zu DDR-Zeiten diente das Haus unter dem Namen „Altersstift zur Heimat“ als Altenpflegeheim und bot 30 Heimplätze an. Es wurde 1989 letztmalig durch einen Anbau erweitert.

Leider erfüllte das alte Gebäude die ab 1990 geltende Heimmindestbauverordnung nicht. Daher wurde von der Diakonie-Sozialdienst GmbH als Rechtsnachfolgerin der Inneren Mission Sachsens zeitnah ein Alternativbau konzipiert und intensiv über eine Nachnutzung des zuletzt leer stehenden Gebäudes nachgedacht.

Aufgrund der fast hundertjährigen Geschichte der „Herberge“ war das Interesse der Einwohner von Geringswalde am Schicksal des Gebäudes groß, bautechnische Bestandsaufnahmen und Auflagen der Brandsicherheitsbehörde ergaben allerdings, dass ein Umbau des Gebäudes ökonomisch nicht sinnvoll erschien. Es wurde daher der Abriss des alten Hauses entschieden. An dessen Stelle wurde die neue "Herberge zur Heimat" gebaut und 2005 bezogen.

Die „Herberge zur Heimat“ bietet heute als Anlage für betreutes Wohnen 22 Wohnungen mit einer Größe von 54 bis 58 qm, die barrierefrei sowie rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Im Erdgeschoss befindet sich ein Gemeinschaftsraum, der allen Mietern zur Verfügung steht und in dem regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen angeboten werden. Im Kellergeschoss gibt es außerdem Trockenräume sowie ein Pflegebad. Alle Etagen können bequem mit dem Fahrstuhl erreicht werden.

„Wir freuen uns, mit der „Herberge zur Heimat“ ein modernes Angebot des betreuten Wohnens geschaffen und den historischen Standort der Altenhilfe erhalten zu haben. Wir wünschen, dass sich unsere Mieter auch weiterhin darin wohl fühlen und wir die über 100 jährige Geschichte des Standortes fortsetzen können“ so S. Tscheuschner, Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialdienst GmbH.


Link zum Artikel in der Rochlitzer Ausgabe der "Freien Presse" am 15.12.2011

 
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